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Keine Anmeldung möglich 10001 Konservatismus und deutsche Politik

(Wesel, am Mo., 23.4., 19.30 Uhr , Günter Semmler)

In einhelliger Übereinstimmung bemühen sich Parteipolitik, Leitmedien und sonstige politische Analysten mit Deutungshoheit, den politischen Erfolg der "Alternative für Deutschland" (AfD) als Konsequenz aus dem "Protestverhalten" diverser Modernisierungsverlierer, Verlierer also, vorzugsweise wirtschaftlicher, damit sozialer Veränderungsprozesse, zu bewerten. Hinzu kommen die damit in Verbindung gebrachten Motive der Ängste vor Massenmigration und dem "Islam".

Diese Erklärungsmuster bedeuten jedoch nur einen Teil der Wahrheit, weisen aber zumindest auf ein ideologisches Phänomen hin, das als solches kaum Beachtung findet: das "konservative Denken" als Basis des politischen Konservativismus. Denn es ist eben nicht nur der "Protest" sozial abgehängter Modernisierungsverlierer gegen das "etablierte System"; vielmehr handelt es sich auch um politische Reaktionen wertkonservativer Bürger, die sich mit dem gesellschaftlichen "Fortschritt" und den ihn (angeblich) tragenden politischen Parteien nicht identifizieren können. Die Kritik ist daher grundsätzlicher, kultureller Natur und reibt sich an der (aus konservativer Sicht) Zerstörung traditioneller Werte und Strukturen. Diese Vorstellungen zählen zu den Leitmotiven "rechtspopulistischer" Bewegungen, die in Europa inzwischen oftmals die "zweite politische Kraft" stellen; in Polen und Ungarn regieren sie als "nationalkonservative" Parteien. Dabei ist nicht zu übersehen, dass ein "neues" (eigentlich altes) Demokratieverständnis entwickelt wird, das sich weit von den Prinzipien unseres Verfassungsstaates entfernt.

Ziel des Vortrags ist, auf die Existenz des konservativen Denkens in der deutschen Politik "einst und jetzt" hinzuweisen, seine politisch prägende Bedeutung zu erörtern, Folgen seiner Fehleinschätzungen zu bewerten und die Nähe bzw. Distanz zum Parteiensystem und der parlamentarischen Demokratie zu thematisieren.

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